Foto: Olaf Joachimsmeier

1971 geb. in Bendorf/ Rhein.

2002 Diplom Kommunikationsdesign/ Schwerpunkt Illustration bei Professor Wolf Erlbruch, Wuppertal. Gemäldeserien in Öllasur.

2003 Eröffnung des Ateliers »KernKunst« in Wuppertal.

2007 Beginn der Fleischserie in expressiv-realistischer Malweise.

2009 Präsentation großformatiger Fleischbilder im wuppertaler Kunst- und Kulturverein Rakete mit einem Spanferkelbuffet.

2010 Kunstevent »Nur 48 Stunden« in den Solinger Güterhallen. Kunstevent »Nur 48 Stunden« in Hannover.

2011 Ausstellung »Pralles Leben« in der Shakespeareakademie, Wuppertal.

2013 Ausstellung im Ottenbrucher Bahnhof: »Essen, Nackte, Landschaften« und in der Backstubengalerie (beides Wuppertal): »Be yourself« mit Anja Kreitz.

2015 Die Serie »Collagierte Gemälde« entsteht. Beginn der Überarbeitung seines gesamten Werks.

2016 Aufnahme in den in Katalog »Kunstwelten 4 – 100 Künstler, 100 Perspektiven« herausgegeben von der boesner GmbH holding + innovations.

2017 Beginn der Serie »Übermalungen«.

2018 Serie »Übermalungen 1«.

In den meisten seiner neuen Übermalungen überdeckt André Kern das Motiv mit kräftigen, zeichenhaften Pinselhieben, die eine dickichtartige Struktur entstehen lassen, die das Motiv verbaut, versperrt, in es eingreift, aber zugleich Farben und Formen durchscheinen läßt, und neu ordnet. Das «Dickicht» kann für die Schwierigkeiten und Vielschichtigkeiten des Alltags stehen. Es überlagert die eindimensionalen, idyllisch anmutenden ursprünglichen Bildmotive und belebt sie durch eine neue Ebene. Es kann Hindernis aber zugleich auch Schutz vor den alltäglichen Herausforderungen sein. Bei anderen vorher flächig übermalten Werken hat er auf der freien Fläche neue Motive hinzugefügt, die mit den vorhandenen Bildern in Dialog treten. Neu sind dabei die lediglich mit weißer Eitempera gemalten Fleischhälften, die geisterhaft wirken und über das »real« gemalte Fleisch hinausweisen.

Zur Zeit beschäftigt sich André Kern mit älteren Gemälden seines Werks, die seiner Ansicht nach nicht mehr im Kontext der aktuellen Arbeiten »bestehen« können. Diese übermalt er ganz oder teilweise und verarbeitet sie dadurch weiter. Dabei läßt er oft die wichtigsten, zentralen Bildstellen frei. Es entsteht der Eindruck, als schaue man durch ein Loch oder hinter einer Wand stehend auf das übrig gebliebene Motiv. Es werden überflüssige Stellen verdeckt, dadurch entsteht im Sinne einer Fokussierung auf das Wesentliche ein neues Bild, das im Kontrast zu der warmgrauen flächigen Übermalung steht. Diese Fläche bietet gegebenenfalls wiederum Raum für ein neues Motiv, das mit dem vorhandenen Bild im Sinne der für André Kerns typischen Bildgegenüberstellungen in Verbindung treten kann.

André Kern, Atelier KernKunst, Marienstr. 29, 42105 Wuppertal
Mobil +49(0)152 51953775
www.kern-kunst.de, info[ät]kern-kunst[punkt]de

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